Die Troja-Agonie

Troja ist gefallen. Die Männer sind vernichtet – bis zum letzten Mann. Trojas Schätze tragen Griechen fort. Im Palast treibt man die Frauen des Königshauses zusammen. Denn: „die Frauen bezahlen den bittersten Lohn: zum Leben verdammte Beute der Lust der Sieger“.
Mit letzter Kraft zwingt Kassandra Poseidon, den Meeresgott, Trojas Frauen in dieser letzten Stunde beizustehen. Doch was kann ein Gott dort machen, wo kein Tempel geblieben ist? Wo alles zerstört und nichts mehr heilig ist? Poseidon bleibt, um Zeuge zu sein, Zeuge der Unmenschlichkeit der Sieger.
Doch auch für Frauen wird diese letzte Stunde zu einer Abrechnung mit der Vergangenheit, zum Dialog mit dem Gewissen und den Erinnerungen. 

Eine Vision zu Trojas Untergang wird gespielt, gesungen und getanzt.

Es spielen: Soraya Abtahi, Dennis Fischer, Jacqueline Haid, Georgios Markou, Jan-Martin Müller, Manuel Schneider, Pia Stutzenstein, Milena Weber

Regie: Irina Miller

Regieassistenz: Soraya Abtahi, Leonie Houber

Licht: Gregor Weber, Yannick Hehlgans

Gesang: Lisa Glatz

Premiere Neubearbeitung: am 12.03.2016, Hospitalkirche Wetzlar

Spielorte: St. Peter Köln, St. Michael Köln, St. Elena Bonn, Basilika St. Laurentius Wuppertal, Gymnasium Monschau, Kunsthof Greven Bad Münstereifel;

Festivals: Kultur on Tour Bremen,(Gewinner in drei Kategorien), Parallelwelten Weißrussland (Gewinner in vier Kategorien).

"Wenn es einen Gott gibt, 
sollst du in den Flammen verbrennen
und von meinen Tränen sollst du Feuer trinken.
Du kannst nicht ein ganzes Leben lang vergeben.
Wenn es einen Gott gibt und mich jemand liebt"
THEOS AN EINAI - WENN ES EINEN GOTT GIBT - 
         ein griechisches Lied

Pressestimmen:

…Die Helden sind müde. Zehn Jahre haben ­sie die Belagerung von Troja ertragen. Mussten erleben, wie die Griechen in ihrem hölzernen Pferd in die Stadt eindrangen und sie niederbrannten. Jetzt herrscht­ Agonie in Troja. „Das ist das Ende dieses Krieges. Der nächste steht schon vor ­der Tür!“ prophezeit die Seherin Kassandra. Wer da nicht an Syrien, Irak und Afghanistan denkt!Die Jesuitenkirche St. Peter bot den eindrucksvollen Rahmen für die Inszenierung … Irina Miller, die stark auf die visuellen Effekte ­wabernder Stoffbahnen und tänzerisch aufgelöste Bilder setzt....Die Akteure, alle Mitte 25 und schon Bühnen-, Film- und TV-erfahren, bewältigen­ den sperrigen Stoff und die schwierige ­Akustik mit Bravour. Dramatische Konfrontationen gelingen ebenso packend wie die­ Wucht düsterer Rituale und Gesänge.( 2016, Kölnische Rundschau)

Zuschauerstimmen:
….Ihre Aufführung der Troja-Agonie habe ich mit großer Begeisterung gesehen… dies für mich eine der intensivsten Theateraufführungen des letzten Jahres gewesen ist...
(W. Arndt, Rechtsanwalt)

…Letzte Woche Mittwoch haben Sie mir in St.Peter mit Ihrer Troja-Agonie mein 
bisher stärkstes, bewegendstes und beunruhigendstes Theatererlebnis 
geschenkt.

Der Stoff ist universal und eigentlich immer nah. Ihre Umsetzung unter der Regie von Irina Miller ist direkt und ergreifend gelungen, ohne ermüdende Aktualitätsverweise, ohne sich in Gender-Perspektive zu verlieren und ohne überflüssige elektronische Kasperei.

….Die Schauspieler überzeugten ohne Ausnahme. Große Präsenz, große 
Stimmen, auch hervorragende Singstimmen und eine großartige tänzerische 
Leistung! Die Choreographie der Frauen am besiegten Hofe inszenierte in 
Vollendung Anmut und Wehrhaftigkeit, Erhabenheit und Ergebenheit. (B.Kahle, Pilot)

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