Das Haus der Wassa Schelesnowa

Variation der beiden Theaterstücke „Wassa Schelesnowa“ von Maxim Gorki (1910 und 1935), dem Drehbuch des gleichnamigen russischsprachigen Films und Material aus dem Archiv von Maxim Gorki.

Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod. (Türkisches Sprichwort)

Wassa Schelesnowa ist einsam. Aufopferungsvoll und kompromisslos führt sie das Familienunternehmen, eine erfolgreiche Wolga-Reederei. Doch hinter der materiellen Fassade bröckelt es: Ihr Mann, ein ehemaliger Kapitän wird wegen Kindesmissbrauch angeklagt, ihr Bruder säuft sich um den Verstand, ihr Sohn liegt im Sterben und ihre Töchter scheinen unfähig ihre Nachfolge anzutreten. Wassa setzt alle ihre Hoffnung auf ihren Enkel Kolja. Doch dessen Mutter Rachel, die Vorbotin einer neuen Zeit, versucht Kolja dem Einfluss Wassas zu entziehen und ihn ins Ausland zu bringen. Es entsteht ein Kampf, in den die ganze Familie involviert wird.

Schauspiel: Matthias van den Berg, Paula Donner, Felix Höfner, Irina Miller, Mona Mucke, Asta Nechajute, Janosch Roloff, Jule Schacht, Lucia Schulz, Philipp Sebastian

Regie: Irina Miller, Janosch Roloff
Regieassistenz: Milena Weber
Technik: Marek Mauel
Grafikdesign: Juliane Neumann

Fotos: Klaudius Dziuk

Pressestimmen

» ( … ) selbst wer den Abend eher als Handwerksübung nimmt, wird im Orangerie-Theater im Volksgarten von diesen anderthalb Stunden nahezu altmeisterlichen Einfühlungstheaters mitgerissen. ( … ) Schon erstaunlich, wie das nö theater hier bar jeder Förderung höchsten Ansprüchen genügt. Oder sind die nur bildungsbürgerliche Altlasten? Und der Abend ein Fall von Retro-Theater? Nennen wir es ein Experiment. Und zwar ein gelungenes. «
(Christian Bos, KStA 27.03.15)

» ( … )  Einmal steigert sich eine fröhliche Tanzgesellschaft nach und nach in eine Spirale aus Gier und Gewalt – großartig choreografierter Höhepunkt eines Abends, an dessen Ende auch auf der familiären Bühne nichts als Verwüstung bleibt. «
(Brigitte Schmitz-Kunkel, KRS, 27.03.15)

Koproduktion mit nö-theater, Theaterakademie Köln und Orangerie-Theater im Volksgarten

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