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Malinche oder Die andere Geschichte der Eroberung Mexikos

25./26./27. Oktober 2018, um 20 Uhr

Kunsthaus RhenaniaBayenstraße 28, 50678 Köln

Kartenreservierungen: info@ensemble-integral.de

Tel: 0221 76 06 154
  • Preise:  Normal 18 € / Ermäßigt 13 €
  • Die Ermäßigung gilt bei Vorlage eines Köln Pass/Schüler/Studentenausweises.
  • Die reservierten Karten liegen an der Abendkasse für Sie bereit und müssen bis 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden.
 
Foto: Klaudius Dziuk

Für die einen ist sie eine Verräterin, für die anderen eine Vermittlerin: Die indianische Sklavin Malinche verhalf Anfang des 16. Jahrhunderts ihrem Geliebten, dem spanischen Konquistador Hernán Cortés, als Dolmetscherin zum Sieg über den Aztekenkönig Moctezuma und damit zur Eroberung Mexikos. Bis heute ist dort „Malinchismo“ ein Synonym für Hinterhältigkeit.

Der sagenhaften Frauenfigur in einer grausamen Männerwelt widmet Irina Miller ihr Stück „Malinche oder Die andere Geschichte der Eroberung Mexikos“, das am Donnerstag 24.05.2018 seine Uraufführung erlebte.

 Wobei die Kölner Regisseurin, Schauspielerin und Dozentin nicht der Versuchung erliegt, Malinche (von den Spaniern Marina getauft) als frühe feministische Heldin zu stilisieren. Ihr geht es vielmehr darum, die gnadenlose Konfrontation zweier grundverschiedener Kulturen mit ihrer jeweiligen religiösen Ausprägung aufzuzeigen.

    Yannik Hehlgans spielt überzeugend den vor Ehrgeiz und katholischem Sendungsbewusstsein brennenden Cortés, der im Dialog mit seinem Chronisten Bernal Díaz del Castillo (Jan-Martin Müller) die Handlung kommentiert und  vorantreibt.     

    Miguel Dagger als Moctezuma und seinem Quetzalcoatl-Priester (Dimitri Bilov) gelingt es, im kleinen Bühnengeviert rituell-exotisches Machtgebaren zu demonstrieren, ohne den schmalen Grat zur Lächerlichkeit zu überschreiten.     

    Lucia Schulz ist die Frau zwischen den Fronten, ein diplomatisches, zartes Wesen, das die Spanier wie eine konvertierte Jeanne d’Arc in den Kampf gegen die Azteken führt und zugleich von der Liebe zu Hernán und zu ihrem eigenen Volk zerrissen wird…

Kölnische Rundschau, 26. Mai 2018

 

 

Premiere am 24.05.2018 um 20.30 Uhr: Malinche oder Die andere Geschichte der Eroberung Mexikos (UA)
Weitere Vorstellungen: 25./26.Mai um 20.30 Uhr, 27.Mai um 19.30 Uhr; 7. und 9.Juni um 20.30 Uhr, 10.Juni um 19.30 Uhr.
Karten: Theater Tiefrot

Dies ist die Geschichte einer Indio-Frau aus dem 16. Jahrhundert. Es ist die Geschichte einer Aztekin, die im Alter von acht Jahren von der eigenen Mutter an Maya-Sklavenhändler verkauft wurde. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die bei den Maya aufwuchs und nach einem verlorenen Kampf von ihren Maya-Herren an die Sieger – die spanischen Eroberer – verschenkt wurde. Es ist die Geschichte einer Frau, die die Sprachen von Azteken und Maya beherrschte, mit einer bewunderungswürdigen Geschwindigkeit Spanisch lernte und für die Konquistadoren als Übersetzerin und Beraterin unentbehrlich wurde. Es ist die Geschichte einer klugen und mutigen kleinen Frau zur Zeit der großen Männer: des spanischen Eroberers von Mexiko, Generalkapitän Hernán Cortéz, und des Herrschers über das Reich der Azteken, Seine Majestät Montezuma II. Es ist die Geschichte einer Sklavin, die zur mächtigsten Frau in Neu-Spanien geworden ist und Cortéz einen Sohn geboren hat, Mexikos ersten mestizo. War sie Verräterin ihres eigenen Volkes? Oder war sie Vermittlerin zwischen zwei sich fremd gegenüberstehenden Welten? Es ist die Geschichte einer Dolmetscherin.

Diese Frau war ein entscheidendes Werkzeug bei unseren Entdeckungsfahrten. Ohne sie hätten wir die mexikanische Sprachen nicht verstanden, zahlreiche Unternehmungen hätten ohne sie nicht durchgeführt werden können.“ 

                                           Bernal Diaz del Castillo, Chronist der Konquistadoren 

Es spielen: Lucia Schulz, Dimitri Bilov, Miguel Dagger, Yannick Hehlgans, Jan-Martin Müller

Regie, Text und Bühne: Irina Miller

Regieassistenz: Alexandra Hespe, Josephine Wirtz

Licht: Gregor Weber 

Kostüme: Elisabeth Peters, Maximilian Ebus

Choreographie: Miguel Angel Zermeño

Unterstütz durch das Kulturamt Köln

Das Lied von Kulager (UA)

nach dem gleichnamigen Epos von Ilijas Shansugirow, deutsche Nachdichtung von Gert Heidenreich :
am 16. und 17. 06. 2018, um 20 Uhr, Acker Stadt Palast Berlin

Nach der Vorstellung im Urania -Theater am 29.03.2018 erlebten wir eine Überraschung: der Sänger Erlan Ryskali, dessen Stimme in unserer Inszenierung das Lied „Manmanger“ wunderbar zum Erklingen bringt, kam aus London nach Köln, um „Das Lied von Kulager“ anzuschauen. Nach der Aufführung hat Erlan das Lied „Manmanger“ für das Publikum live gesungen. Eine rührende und unvergessliche Begegnung!

 

28.03.2018, 20 Uhr  Urania Theater
29.03.2018, 20 Uhr  Urania Theater
Kartenreservierung auch unter: info@ensemble-integral.de

Buch mit CD: erhältlich bei der Edition Büchergilde www.edition-buechergilde.de

Reigen  von A. Schnitzler ist im Januar auf Tour!

26.01.2018, um 20 Uhr –  KuB, Bad Oldesloe
28.01.2018, um 19 Uhr, Monsun Theater Hamburg
Hier ist der Trailer: